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7. Januar 2019 Allgemein, Konzert

AUS DEM STUDIO FRANKE

FESTSPIEL-NACHLESE

17. Bridging Arts – Kammermusik Festival Nürnberg

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Programm und Ausführende:

Aaron Copland: Klavierquartett (Touchwood Piano Quartet); Claude Debussy: „Images“ (Andrew West, Klavier); Libby Larsen: „Sifting through the ruins“ (Frances Pappas, Mezzosopran; Nicholas Barr, Viola; Ayala Rosenbaum, Klavier); Richard Strauss:„Metamorphosen“ (Vesna Stankovic, Fiona McCapra, Violine; Judith Busbridge, Nicholas Barr, Viola; Adrian Bradbury, Sally Pendlebury, Violoncello; Konrad Fichtner, Kontrabass)

Aufnahme vom 15. September 2018

„Im Gedenken“ war das Motto, unter dem im September 2018 das zweite Konzert im Rahmen des 17. Bridging Arts Kammermusikfestival Nürnberg stand. Für dieses Konzert wählte man einen besonderen und geschichtsträchtigen Aufführungsort: die Säulenhalle des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgebäude. Bei Copeland und Debussy nimmt das Gedenken die Gestalt der Hommage an. Während Debussy die Facetten der musikalischen Hinterlassenschaft seines Landsmannes Rameau in seiner ureigenen Tonsprache auf dem Klavier erkundete, schrieb Aaron Copland sein Klavierquartett von 1950 in memoriam Arnold Schönberg. Trotz des unverkennbar Copland’schen Stils setzte er hier die Zwölftontechnik ein. Ungleich ernster wird die Thematik bei den anderen beiden Werken des Abends. Das Trauma durch die terroristische Zerstörung des World Trade Center am 9. September 2001 zieht sich durch „Sifting through the ruins“ der amerikanischen Komponistin Libby Larson. Sie vertonte in fünf beklemmenden Miniaturen Texte, die Freunde und Verwandte vermisster Personen als Botschaft nach der Katastrophe überall in New York verteilten. Stimme und Klavier wird eine klagende Solobratsche zur Seite gestellt. Der Kreis zum Aufführungsort schließt sich mit den „Metamorphosen“ von Richard Strauss. Hier brachte der Komponist seine Verzweiflung über die Schrecken, Düsternis und Hoffnungslosigkeit der Hitlerzeit und des zweiten Weltkrieges eindrucksvoll zum Ausdruck.

Quelle: BR Klassik-Radio

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