Konzert

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Bridging Arts veranstaltet klassische Konzerte in der Tradition des Internationalen Kammermusikfestivals Nürnberg. Neben Konzerten bei Kerzenschein im Rittersaal der Kaiserburg werden auch Orte ausgewählt, die mit der Musik des Programms kommunizieren. Dazu gehörten zum Beispiel das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände oder aufgelassene Industriehallen auf dem alten AEG-Gelände.

Vom 8. – 13. September 2020 findet das 19. Bridging Arts Kammermusikfestival statt.

Die parallel laufenden Vorbereitungen für die Kammermusikfestivals Gastspiel I/III und der neuen Community-Oper (2021) gestalten sich unter dem Leitspruch Philoxenía.

Philoxenía | Eine Triennale

Philoxenía beschreibt seit der griechischen Antike die Liebe zum Fremden in einer wechselseitigen Beziehung zwischen Gast und Gastgeber. Dabei liegt in der Bedeutung dieses Wortes wesentlich mehr, als wir mit der Übersetzung „Gastfreundschaft“ begreifen können. Es beinhaltet ein Ethos der Universalität, den Glauben an globale Zusammenhänge und eine Vielfalt an Perspektiven.

Philoxenía ist eine Ermutigung dazu, den Blick über die lokale Umgebung hinaus zu richten und das Verbindende zu suchen zu dem, was uns – nicht nur von außen – begegnet. Es appelliert an eine ständige Neugier und erinnert daran, dass Menschen immer Fremde und Gäste sind. Philoxenía macht diese Erkenntnis zur Prämisse des Handelns.

In den kommenden drei Jahren versucht Bridging Arts, dem antiken, sozialen Konzept der Philoxenía zu einer künstlerischen Umsetzung zu verhelfen.

Wir haben für unsere Kammermusikfestivals 2019 bis 2021 drei Gastkurator*innen eingeladen, die das jeweilige Festival zu ihrer künstlerischen Heimat machen. Wir nennen es Gastspiel I bis III.
Parallel dazu beginnen wir mit der Arbeit an unserem nächsten groß angelegten Community- Projekt. Mit Unterstützung der Stadt Nürnberg und des Bewerbungsbüros Kulturhauptstadt Europas 2025 werden wir eine neue Community-Oper entwickeln.

Wir starten im Oktober 2019 in Kooperation mit der Zumikon Stiftung. Wir werden Menschen einladen, die einen Querschnitt der Nürnberger Bevölkerung abbilden, um mit ihnen in gastlicher Atmosphäre über das zu sprechen, was die Menschen in der Metropolregion Nürnberg bewegt. Was sie von sich, von anderen, was sie von Kunst und Kultur erwarten. Was verbindet sie, was trennt sie? Die Sammlung an Eindrücken werden wir in einem nächsten Schritt zusammen mit professionellen Kunstschaffenden zu Texten und Kompositionen weiterentwickeln.

In Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Menschen der Community wird daraus eine neue Community-Oper entstehen, die 2021 uraufgeführt wird. Unser Ziel ist es, möglichst viele der verschiedenen Menschen, die Nürnberg ausmachen, einzubeziehen.

Im Sinne von Philoxenía laden wir ein, daran teilzunehmen.

Frances Pappas, Gero Nievelstein

17.Juni 2019

Das 18. Bridging Arts Festival feierte die Gastfreundschaft
Eine Vielzahl internationaler Musiker aus Griechenland, Frankreich, China, England und Deutschland waren bei uns zu Gast mit einem Instrumentarium, das neben den klassischen Kammermusikbesetzungen wie Klaviertrio oder Streichquintett auch Schlagzeug, Posaune, Gitarre und Harfe bereithielt. Dabei kamen Komponisten zu Gehör, die weit gereist sind oder im Laufe ihres Lebens emigriert sind ˗ allesamt künstlerische ‚mavericks‘, Mystiker oder Klangtüftler. Das Eröffnungskonzert widmete sich dem menschlichen Verhältnis zur Natur mit Werken von Schubert, Berio und Janáček. Zu den Highlights gehörten auch late-night Konzerte in der Aussegnungshalle des St. Johannis-Friedhof mit Crippled Symmetry von Morton Feldman (bei dem das Publikum auf Matratzen lauschen durfte), sowie unter dem Motto SKANDAL! im Kunstbunker im Bauhof. Weitere Konzerte fanden in der wunderschön renovierten Marthakirche und dem erstklassigen Orchestersaal der Hochschule für Musik statt.

Lesen Sie hier die Kritik von Jens Voskamp in den Nürnberger Nachrichten vom 16.9.19: Ein Paarlauf für Witz und Tiefgang.

Das Konzertprogramm 2019

Das 18. Bridging Arts Kammermusikfestival in Nürnberg, kuratiert von Nicholas Rimmer
mit Jonian Ilias Kadesha – Violine, Max Baillie – Violine/Viola, José Maria Blumenschein – Violine, Patrick Jüdt – Viola, Vashti Hunter – Violoncello, Konrad Fichtner – Kontrabass, Nari Hong – Flöte, Tom Owen – Oboe, Reto Bieri – Klarinette, Cornelius Rinderle – Fagott, Matthias Nothhelfer – Horn, Matthew Brown – Trompete, Matthias Raggl – Tuba, Frederic Belli – Posaune, Ricarda Fuss – Saxophon, Johannes Fischer – Perkussion, N.N. – Hackbrett, Martina Leutschacher – Harfe, Stewart French – Gitarre, Simone Easthope – Sopran, Frances Pappas – Mezzosporan,  Julienne Pfeil – Schauspielerin, Nicholas Rimmer, Klavier/Celesta

Vom 8. – 13. September 2020 findet das 19. Bridging Arts Kammermusikfestival statt.

Im Rahmen des 19. Bridging Arts Kammermusikfestivals 2020 wollen wir uns mit Veränderungen im Leben beschäftigen:
Was bedeutet für uns die Veränderung, wenn wir aus dem gewohnten Umfeld in eine völlig neue Welt eintreten?
Welchen Mut braucht es dafür, oder wovon müssen wir uns befreien?
Und was bedeutet es für uns, wenn wir bleiben, sich das gewohnte Umfeld aber verändert, vielleicht sogar radikal?
Der Kurator dieses Gastspiels II ist Elliott Carlton Hines, ein junger texanischer Bariton, der zur Zeit am Opernstudio der Staatsoper Stuttgart engagiert ist.

Bald finden Sie hier Informationen zum Finale von Philoxenía.

Hier können Sie Tickets für die Veranstaltungen erwerben:

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